So aufregend …

… ist Bibliothek dann doch?

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Unkommentiert: Video zu Ephesos mit Portal einer antiken Bibliothek

Bei Efes denken vielleicht viele an das Bier, gemeint ist aber die antike Stadt, von der aber nicht allzuviel übrig ist. Mit[sic!] gefällt die Fassade der Bibliothek. Humor in der Architktur, wie da die Säulen verbunden werden.

Lotsenfunktion

Die Leuchttürme des Wissens senden ihr Licht, um hilflosen Wesen (Schülern, Studierenden, Lehrenden, Forschenden und Neugierigen) den Weg zur Information zu leuchten. In den wilden Untiefen der Informationsfluten sind BibliothekarInnen die Lotsen, die diese hilflosen Wesen an die Gestade der Mathematik, des Brecht’schen Universums oder des Strafrechts bringen bzw. sie sicher in den erholsamen Hafen der Unterhaltungsliteratur führen.

Das sind die Assoziationen, die mir bei der Überschrift „Lotsen auf dem Ozean der Information“ einfielen. Der Bericht von „DerWesten“ bezieht sich auf die 7. Bibliothekstagung im Regierungsbezirk Arnsberg, an der 80 BibliothekarInnen teilnahmen. Diskutiert wurde über den Stellenwert von Bibliotheken als Kultur- und Bildungseinrichtungen in den Kommunen und der Region. Die Arbeit an einem Bibliotheksgesetz in NRW wurde als ein wichtiger Schritt begrüßt. Referent Dr. Ruppelt bezeichnete die Büchereien dabei die „Lotsen auf dem Ozean der Information“. Dies könnte schon der Slogan eines Marketingkonzepts sein, welches für die Arbeit mit den Trägern eine wichtige Voraussetzung ist.

Stadtrat Michael Townsend aus Bochum verdeutlichte, wie wichtig so ein Konzept ist, denn gerade weil es den Büchereien im Land ganz objektiv schlecht gehe, sei das Entscheidende ein spannendes Konzept zu entwickeln, um so die Menschen anzusprechen.

Erschreckt hat mich diese Mitteilung im Beitrag:

Der Beschaffungsetat aller Bibliotheken in NRW entspricht dem Zuschussbedarf eines Stadttheaters einer Großstadt

Wieviel Wert legt man hier eigentlich auf Leuchttürme, die nachhaltiger Kunst und Kultur vermitteln, als es das auf den Moment bedachte Theater je tun wird?

Lektion 4 – RSS oder aufgeschmissen…

RSS-Feeds sind wirklich eine wunderbare Erfindung. Ohne sie wäre ich nur halb so gut informiert oder vielleicht noch schlimmer. Durch die Möglichkeit, die Feeds intuitiv zu ordnen (nach Prioritäten, Spass oder anderen für andere nicht nachvollziehbare Faktoren), lassen sich ungeheure Informationsmengen innerhalb ertragbarer Zeit sichten.

Ganz kurz erklärt: Ich habe mehrere Accounts bei unterschiedlichen Anbietern. Jeder Anbieter hat seine Vor- und Nachteile.

Bloglines.com bietet die Mögichkeit eine hohe Anzahl von Feeds zu sichten und einzelne Beiträge notfalls für später zu speichern und sie einfach wiederzufinden. Außerdem muss man die Feedbeiträge, die man nicht lesen will, nicht mühsam einzeln löschen, sondern geht einfach weiter zum nächsten Feed. Kann auch ein Nachteil sein.

Mit dem Feedreader von Google sichte ich die Feeds, die ich sehr regelmäßig verfolge, da hier das Lesen am angenehmsten ist. Leider finde ich die Möglichkeiten, einzelne Beiträge zu speichern, nicht sonderlich gut gelöst.

Mit Netvibes bin ich am Experimentieren. Einen Vorteil oder Nachteil habe ich bis jetzt noch nicht entdeckt.

Um die Dimensionen zu klären. Ich verfolge derzeit über 250 Blogs regelmäßig, d.h. ich schaue mindestens einmal die Woche vorbei, bei 20% mind. alles 2 Tage. Ohne RSS-Feeds ginge das nicht und ich wäre mit meinem Infohunger ziemlich aufgeschmissen. Ich habe ja auch noch andere Dinge zu tun während der Arbeit oder in meiner Freizeit.

Keinen Sinn sehe ich darin, einzelne Neuerwerbungen auf über RSS zu veröffentlichen. Das führt nur zu einem Informationsrauschen. RSS-Feeds könnten für Bibliotheken aber eine gute Rolle spielen, wenn es darum geht, Inhalte zentral zu verwalten, aber aus ihren eigenen Websiten auszulagern. So ließen sich beispielsweise Tipps zum Recherchieren oder abwechselnde Links, z.B. zum Katalog und bestimmten Informationsmitteln in andere Angebote der Hochschule einbinden, z.B. in Propädeutika und Tutorien verschiedenster Institute. Damit habe ich mich jetzt wohl auch als Bibliothekarin einer wissenschaftlichen Bibliothek geoutet. Auch bibliothekseigene News können so in ein Portal mit größerer Reichweite eingebunden werden, z.B. auf lokaler Ebene oder sogar regionaler Ebene, ohne dass dies einen höheren Aufwand für die Bibliothek bedeuten würde. Man könnte entsprechende Quellen anschreiben und dort ein wenig die News und den Feed anpreisen. Rss-Feeds machen aber nur Sinn, wenn eben regelmäßige Neuigkeiten dann auch veröffentlicht werden.

So, damit habe ich jetzt Lektion 4 absolviert, zumindest Aufgabe 2, weil ich die meisten Teilaufgaben von Aufgabe 1 doch schon kräftig vorher gelöst habe. 🙂