Lektion 4 – RSS oder aufgeschmissen…


RSS-Feeds sind wirklich eine wunderbare Erfindung. Ohne sie wäre ich nur halb so gut informiert oder vielleicht noch schlimmer. Durch die Möglichkeit, die Feeds intuitiv zu ordnen (nach Prioritäten, Spass oder anderen für andere nicht nachvollziehbare Faktoren), lassen sich ungeheure Informationsmengen innerhalb ertragbarer Zeit sichten.

Ganz kurz erklärt: Ich habe mehrere Accounts bei unterschiedlichen Anbietern. Jeder Anbieter hat seine Vor- und Nachteile.

Bloglines.com bietet die Mögichkeit eine hohe Anzahl von Feeds zu sichten und einzelne Beiträge notfalls für später zu speichern und sie einfach wiederzufinden. Außerdem muss man die Feedbeiträge, die man nicht lesen will, nicht mühsam einzeln löschen, sondern geht einfach weiter zum nächsten Feed. Kann auch ein Nachteil sein.

Mit dem Feedreader von Google sichte ich die Feeds, die ich sehr regelmäßig verfolge, da hier das Lesen am angenehmsten ist. Leider finde ich die Möglichkeiten, einzelne Beiträge zu speichern, nicht sonderlich gut gelöst.

Mit Netvibes bin ich am Experimentieren. Einen Vorteil oder Nachteil habe ich bis jetzt noch nicht entdeckt.

Um die Dimensionen zu klären. Ich verfolge derzeit über 250 Blogs regelmäßig, d.h. ich schaue mindestens einmal die Woche vorbei, bei 20% mind. alles 2 Tage. Ohne RSS-Feeds ginge das nicht und ich wäre mit meinem Infohunger ziemlich aufgeschmissen. Ich habe ja auch noch andere Dinge zu tun während der Arbeit oder in meiner Freizeit.

Keinen Sinn sehe ich darin, einzelne Neuerwerbungen auf über RSS zu veröffentlichen. Das führt nur zu einem Informationsrauschen. RSS-Feeds könnten für Bibliotheken aber eine gute Rolle spielen, wenn es darum geht, Inhalte zentral zu verwalten, aber aus ihren eigenen Websiten auszulagern. So ließen sich beispielsweise Tipps zum Recherchieren oder abwechselnde Links, z.B. zum Katalog und bestimmten Informationsmitteln in andere Angebote der Hochschule einbinden, z.B. in Propädeutika und Tutorien verschiedenster Institute. Damit habe ich mich jetzt wohl auch als Bibliothekarin einer wissenschaftlichen Bibliothek geoutet. Auch bibliothekseigene News können so in ein Portal mit größerer Reichweite eingebunden werden, z.B. auf lokaler Ebene oder sogar regionaler Ebene, ohne dass dies einen höheren Aufwand für die Bibliothek bedeuten würde. Man könnte entsprechende Quellen anschreiben und dort ein wenig die News und den Feed anpreisen. Rss-Feeds machen aber nur Sinn, wenn eben regelmäßige Neuigkeiten dann auch veröffentlicht werden.

So, damit habe ich jetzt Lektion 4 absolviert, zumindest Aufgabe 2, weil ich die meisten Teilaufgaben von Aufgabe 1 doch schon kräftig vorher gelöst habe. 🙂

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9 Kommentare zu “Lektion 4 – RSS oder aufgeschmissen…

  1. Pingback: netbib weblog

  2. Sie schreiben:
    „Keinen Sinn sehe ich darin, einzelne Neuerwerbungen auf über RSS zu veröffentlichen.

    Unich ich dissentiere: ich bin der BSB für Ihre Neuerwerbungsfeeds (die man sich thematisch gut auf das zurechtschneiderbn kann was einen interessiert) sehr dankbar.
    Liefert regelmaessig Sachen die wir auch betellen und/oder auf die ich via W4RF (hier: http://www.phil-hum-ren.uni-muenchen.de/W4RF/YaBB.pl?board=3 ) und/oder in meinen tweets ( http://twitter.com/hckGGREN ) verweise.

    • Ich hätte vielleicht erwähnen sollen: Ich sehen keinen Sinn für mich als Privatperson, wenn einzelne Neuerwerbungen über RSS veröffenlticht werden. Das wäre mir eben zu viel Aufwand, jeden einzelnen Feedbeitrag daraufhin zu überprüfen. Daher nutze ich auch die Twitterangebote nicht wirklich. Werden es bei manchen zu viele Neuerwerbungstweets ist das schon mal ein K.O.-Kriterium.
      Bei meiner Einschätzung habe ich an Feeds gedacht, wo jedes Buch einzeln geliefert wird. Wenn es um „Zusammenfassungen“ so in der Art „Alle Neuerwerbungen der 31. Woche zum Thema XZ“ geht, sehe ich hier einen Nutzen auch für Studenten.

  3. Mir geht es eher darum, nicht „1 item“ pro neuen Buch zu haben, sondern das, was man landläufig als „Digest“ bezeichnen würde. Gerade wenn es viele Bücher zu einem recht aktuellen Thema gibt, wäre das eine interessante Sache.
    Aber ich merke, dass ich da wohl gerade über einen eigenen Denkfehler stolpere. Meistens werden ja nicht gleich 20 Bücher auf einmal erworben und man kann so auf dem „Laufenden“ bleiben, ohne mit tausend neuen Nachrichten am Tag bombardiert zu werden, wenn man für die Neuerscheinungen einer sehr spezifischen Anfrage einen RSS-Feed abonnieren kann.
    In mancher Hinsicht ist es aber auch nett, eine Zusammenfassung für Neuerwerbungen aus einem bestimmten Zeitraum zu erhalten, wenn man sich nur hin und wieder mit einem Thema beschäftigt.

  4. Pingback: links for 2010-03-12 : Bibliothekarisch.de

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